Unser Service

Ihr Wohl - Unser Auftrag

Hier finden Sie Erläuterungen zu ausgewählten Therapien unserer Praxis für Patienten aller gesetzlichen Krankenkassen, BG und Privatkassen. Selbstverständlich bieten wir diese Leistungen auch für Selbstzahler an.

Physiotherapie

physio Die Physiotherapie entwickelte sich ausgehend von Schweden seit 1813.
Physiotherapie ist eine aktive und passive Bewegungstherapie zur Schmerzreduktion, Verbesserung von Haltung und Beweglichkeit sowie zum Muskelaufbau. Sie werden wieder mobil und belastbar für Ihre alltäglichen Anforderungen in Beruf, Freizeit und Sport.
In Deutschland hat der Begriff „Physiotherapie“ im Rahmen einer Novellierung der Berufsgesetze 1994 bundesweit den Begriff „Krankengymnastik“ abgelöst. Grund dafür war die Anpassung an den internationalen Sprachgebrauch und die Zusammenführung der west- und ostdeutschen Heilberufe nach der Wiedervereinigung.


Heilpraktik

physio Der Begriff Heilpraktik/Naturheilkunde bezeichnet ein Spektrum verschiedener Methoden, die die körpereigenen Fähigkeiten zur Selbstheilung (Spontanheilung) aktivieren sollen und die sich bevorzugt in der Natur vorkommender Mittel oder Reize bedienen.
Heilpraktiker/-innen dienen der Gesundheit des Menschen und üben den Beruf nach den besten Erfahrungen der Heilkunde aus. Vor der Berufsausübung des Heilpraktikers stehen eine gründliche Ausbildung in den Bereichen der Diagnostik und Therapie sowie eine erfolgreich bestandene amtsärztliche Überprüfung.
Wir nehmen uns Zeit für unsere Patienten, welche wir brauchen um die Zusammenhänge von Krankheitsursachen zu erfassen und mit den naturheilkundlichen Therapieverfahren helfend und stützend eingreifen zu können.
Unser Hauptaugenmerk im Bezug auf die Behandlung legen wir dabei auf das Sachgebiet der Osteopathie



Unsere Leistungen

physioPHYSIOTHERAPIE

KG Krankengymnastik

Die Krankengymnastik ist eine Behandlungsform, mit der Krankheiten aus fast allen medizinischen Bereichen therapiert werden. Ihr Ziel ist es, die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Körpers zu verbessern. Je nach Beschwerden und Krankheitsbild des Patienten stehen dem Physiotherapeuten unterschiedliche Therapieformen zur Verfügung, z.B.:

  • Förderung der Beweglichkeit durch aktive und funktionelle Übungen
  • Vermeidung von Versteifungen und Schmerzen durch passive Mobilisation
  • Stärkung von geschwächten Muskeln durch kräftigende Übungen zur Haltungs- und Koordinationsverbesserung
  • Entspannungsübungen für verspannte Muskeln zur Wiederherstellung optimaler muskulärer Voraussetzungen
  • Atemübungen zur Unterstützung der Atmung bei Atemwegserkrankungen (Lockerung, Mobilisation, Sekretlösung, Erleichterung der Atmung)

Manuelle Therapie Manuelle Therapie

Mithilfe der Manuellen Therapie lassen sich Funktionsstörungen des Bewegungsapparates untersuchen und behandeln. Grundlage dieses Behandlungsansatzes sind spezielle Handgriff- und Mobilisationstechniken, durch die Schmerzen gelindert und Bewegungsstörungen beseitigt werden. Bevor ein individueller Behandlungsplan festgelegt wird, untersucht der Physiotherapeut die Gelenkmechanik, die Muskelfunktion sowie die Koordination der Bewegungen. Im Anschluss werden blockierte oder eingeschränkte Gelenke mobilisiert bzw. instabile Gelenke stabilisiert. Ziel der Behandlung ist es, das Zusammenspiel zwischen Gelenken, Muskeln und Nerven wiederherzustellen.

Lymphdrainage Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage ist eine Therapieform der physikalischen Anwendungen; ihre Wirkungsweise ist breit gefächert. Die Lymphdrainage wird bei verletzungs- oder operationsbedingten Schwellungen oder bei Gelenkerkrankungen angewandt.
Durch den Abbau der Schwellung wirkt sie auch schmerzlindernd. Typische Anwendungsgebiete sind Lymphödeme nach einer Tumorentfernung, Amputationen, oder die Entstauung von geschwollenem Gewebe nach Verletzungen und Operationen (orthopädischen und traumatologischen Erkrankungen, die mit einer Schwellung einhergehen wie z.B. Verrenkungen, Zerrungen, Verstauchungen, Muskelfaserrisse etc.). Auch bei Verbrennungen, Schleudertrauma und Morbus Sudeck.
Meistens handelt es sich um Ödeme an Armen und/oder Beinen, welche entstaut werden müssen, um dem Patienten Erleichterung zu verschaffen. Durch verschiedene Massage- und Grifftechniken wird das Lymphsystem aktiviert indem vor allem die Pumpleistung der Lymphgefäße, genauer der Lymphangione, verbessert wird.
Der Therapeut massiert dabei das betroffene Gewebe mit leichtem Druck und durch schonendes Streichen mit den Fingerkuppen auf der Haut im Verlauf der Lymphbahnen, so dass die Flüssigkeit in Richtung Lymphgefäße verschoben wird. Auch die aktive Verschiebung von Flüssigkeit in der Haut/Unterhaut ist möglich.
Die Manuelle Lymphdrainage bewirkt dabei keine Mehrdurchblutung wie in der klassischen Massage. Im Anschluss kann an jede Behandlung das behandelte Gebiet mit elastischen Binden gewickelt werden, um den Abfluss weiterhin zu unterstützen.

KG ZNS nach PNF

Die Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF, PNF-Stretching, isometrisches Dehnen) ist eine physiotherapeutische Behandlungsmethode, welche v.a. in der Neurologie Anwendung findet, aber aufgrund ihrer funktionell-physiologischen Grundlage auch in der allgemeinen Physiotherapie angewandt wird. Dabei wird der zu dehnende Muskel abwechselnd passiv gedehnt und in gedehnter Position angespannt. Dies wird auch als postisometrische Relaxation (PIR) bezeichnet. Bei der PNF wird u.a. versucht, gestörte Bewegungsabläufe zu normalisieren. Dazu werden die Druck- und Dehnungsrezeptoren in Muskeln ( Propriozeptoren), aber auch Sehnen, Gelenkkapseln und Bindegewebe z.B. durch Druck, Dehnung, Entspannung oder auch Streckung stimuliert. Diese Abläufe werden in bestimmten festgelegten Reihenfolgen durchgeführt. Dadurch kommt es in den Muskeln zu einer vermehrten Reaktion, also z.B. einer vermehrten Muskelkontraktion oder -entspannung.
Sie gehört zu den "Basis-Methoden" der Physiotherapie und zeichnet sich durch komplexe Bewegungsmuster aus, welche grundsätzlich in diagonalen Mustern (sogenannte Pattern) verlaufen. Wichtig bei der PNF ist die Summation von Reizen, sei es exterozeptiv (taktil, visuell, akustisch) oder propriozeptiv (über Muskel-, Gelenk- und Sehnenrezeptoren), um ein möglichst umfassendes Ergebnis zu erreichen. Die PNF nutzt die Propriozeptoren für eine neuromuskuläre Fazilitation. Propriozeptoren sind Muskel-, Gelenk- und Sehnenrezeptoren, die Informationen über die Haltung und Bewegung des Körpers an das Zentralnervensystem weiterleiten. Ziel der PNF-Physiotherapie ist es, das neuromuskuläre Zusammenspiel, also das Zusammenspiel zwischen Nerven und Muskeln, zu erleichtern.
Grundsätzliche Behandlungsziele der PNF sind Muskelspannung zu normalisieren, motorischen Kontrolle, Mobilität, Stabilität, Ausdauer, Kraft, Geschicklichkeit und Koordination zu fördern.

Klassische Massage

Die Massage (von frz. "masser" - massieren, aus arab. مس „berühren; betasten“ oder aus griech. „kauen, kneten“) dient zur mechanischen Beeinflussung von Haut, Bindegewebe und Muskulatur durch Dehnungs-, Zug- und Druckreiz. Die Wirkung der Massage erstreckt sich von der behandelten Stelle des Körpers über den gesamten Organismus und schließt auch die Psyche mit ein.
Die Massage im weitesten Sinne ist eines der ältesten Heilmittel der Menschheit.
Die gezielte Anwendung von Massagen zur Heilung hat ihren Ursprung sehr wahrscheinlich im Osten Afrikas und in Asien (Ägypten, China, Persien) bereits 2600 v. Chr. In Verbindung mit ätherischen Ölen und Kräutern gibt es auch frühe Nachweise in der indischen Gesundheitslehre und Heilkunst, dem Ayurveda. Über den griechischen Arzt Hippokrates (460–375 v. Chr.) und seine medizinische Schule gelangte die Massage letztendlich nach Europa.
Zu den Indikationen der klassischen Massage zählen Verspannungen, Verhärtungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates wie die Wirbelsäulen-Syndrome oder auch posttraumatische Veränderungen. Durch die Reflexbögen können sich Erkrankungen der inneren Organe an der Haut oder den Muskeln zeigen. Ein weiteres Einsatzgebiet der Massage ist die Fachrichtung der Neurologie. Hier lassen sich besonders Paresen, Spastiken, Neuralgien und Sensibilitätsstörungen behandeln. Hinzu kommen die auf Stress zurückzuführenden psychosomatischen Krankheitsbilder, die sich hauptsächlich auf das Herz und den Blutkreislauf beziehen.
Generell kann man sagen, dass alle akuten Entzündungen ein absolutes „Nein“ für Massagen bedeuten. Dazu zählen fieberhafte Erkrankungen und Erkrankungen der Gefäße, da der Körper bereits stark beansprucht ist und durch die Massage zusätzlich belastet wird. Bei Hauterkrankungen kann der Kontakt zu Verschlechterung der Krankheit, Verschleppung der Keime oder Ansteckung des Therapeuten führen.
Man unterscheidet die Massage in Ganz- und Teilkörperbehandlung. Von einer Ganzkörpermassage spricht man, wenn mehr oder weniger alle Körperregionen massiert werden. Dies schließt gewöhnlich Füße, Beine, Arme, Hände, Rücken, Schultern und Nacken ein. Die Massage kann auf die Brust, den Bauch und das Gesicht ausgeweitet werden. Die Ganzkörpermassage wird nur selten als medizinische Therapie verschrieben.
Bei der Teilkörpermassage wird nur ein Körperteil massiert. Beide Beine bzw. beide Arme zählen hier als ein Körperteil. Daraus ergeben sich folgende Teilmassagebereiche: Beine, Rücken (im Liegen und mit freiem Oberkörper), Arme, Brust, Bauch, Gesicht.

Wirkungsweisen der klassischen Massage:

  • Lokale Steigerung der Durchblutung
  • Senkung von Blutdruck und Pulsfrequenz
  • Entspannung der Muskulatur
  • Psychische Entspannung
  • Lösen von Verklebungen und Narben
  • Verbesserte Wundheilung
  • Schmerzlinderung
  • Einwirken auf innere Organe über Reflexbögen
  • Reduktion von Stress
  • Verbesserung des Zellstoffwechsels im Gewebe
  • Entspannung von Haut und Bindegewebe
  • Beeinflussung des vegetativen Nervensystems

Bindegewebsmassage

Die Bindegewebsmassage (Subkutane Reflextherapie) wurde 1929 von Elisabeth Dicke entwickelt. Es handelt sich um eine manuelle Reiztherapie die mit Zugreizen am subkutanen Hautgewebe ansetzt. Es werden hierbei verschiedene Haut-, Unterhaut- und Faszientechnik zur Behandlung der Bindegewebszonen eingesetzt. Über den Nervenreflexbogen wird dabei eine nervös-reflektorische Reaktion auf innere Organe, den Bewegungsapparat und die Haut ausgelöst.
Die therapeutische Bedeutung der Bindegewebsmassage besteht in der Möglichkeit, Einfluss auf vegetative (unbewusste) Regulationsmechanismen zu nehmen. Über den Nervenreflexbogen erfolgt eine Spannungsnormalisierung sowohl der Bindegewebsspannung, als auch der inneren Organe, der Muskulatur, Nerven und Gefäße.
Bei der Behandlung kommt es zunächst zu einer lokalen Durchblutungssteigerung auf Grund des Einwirkens auf die oberflächlichen Blutgefäße. Diese Hyperämie (Mehrdurchblutung) stellt die erste Reaktion da. Im behandelten Hautareal kommt es im Behandlungsverlauf zu einer Normalisierung der Gewebeelastizität. Über den Reflexbogen werden zudem Organfunktionen normalisiert. Des Weiteren kommt es zu einer Quaddelbildung.
Während der Behandlung sollte der Patient ein helles, klares Schneidegefühl in dem behandelten Gewebsbereich verspüren. Dabei gilt: je höher die Gewebsspannung, desto größer das Schneidegefühl.

Fango / Heißluft / Heiße Rolle

Die positiven Wirkungen von Wärme bei Schmerzen und bestimmten Erkrankungen ist seit Jahrhunderten bekannt.
Die Wärmetherapie ist ein weit verbreitetes Verfahren zur Behandlung von Schmerzen und nichtentzündlichen Erkrankungen. Wir verabreichen Wärme durch warme Packungen (Fango), heiße Rolle oder Heissluft.

Fango – heilender Schlamm

Der Begriff „Fango“ ist italienischen Ursprungs und bedeutet übersetzt etwa „heilender Schlamm“. Der zu Therapiezwecken genutzte Fangoschlamm wird aus vulkanischem Mineralgestein gewonnen und muss ein Jahr reifen, bevor er verwendet werden kann. Besonders in Italien (auf Sizilien und in diversen Thermen) aber auch in Deutschland, nämlich in Bad Neuenahr, der Eifel oder beim Laacher See kommt diese Art von Mineralgestein vor. Hier reift der Fangoschlamm auf altbewährte Weise heran. Zu den bekanntesten natürlichen Fango-Arten gehören der Abano-Fango aus Italien und der deutsche Eifel-Fango.
Der heilende Schlamm wird als Umschlag, Packung oder Bad angewendet. Bei einer Wärme-Anwendung wird die Fangopackung bei etwa 50 Grad Celsius ungefähr zwei Zentimeter dick auf den Körper aufgetragen. Dann wird der Körper wegen der Wärmespeicherung in Tücher oder Plastikfolie gewickelt. Die Dauer der Fango-Therapie beträgt ungefähr 20 bis 40 Minuten. Der Schlamm wird mit Wasser abgespült. Nach der Fango-Packung sollte eine mindestens halbstündige Ruhepause folgen, bei der man warm eingewickelt noch etwas schwitzt und in der der Körper die Wirkstoffe des Fangoschlamms aufnehmen soll. Anschließend soll eine Physiotherapie oder eine Massage besonders gut wirken.

Heißluftbehandlung, Rotlichtbehandlung oder Infrarot-Behandlung

Die Bestrahlung mit Infrarot-Wärmelampen (auch Rotlicht) wird häufig als vorbereitende Maßnahme zu einer nachfolgenden Krankengymnastik oder Massage angewendet. Durch die Wärme sollen sich verspannte Muskelpartien lockern und die durch die verspannten Muskeln hervorgerufenen Schmerzen sollen sich bessern oder verschwinden. Die folgende Massage oder Physiotherapie soll dann besser und nachhaltiger wirken und selbst nicht mehr so schmerzhaft sein.
Die Strahlen der Rotlichtlampe sollen nur wenige Millimeter weit ins Hautgewebe eindringen. Die Wirkung jedoch soll tiefer gehen. Die Wärme soll bis ins Unterhautfettgewebe und ins Bindegewebe vordringen und auch die Gelenke im bestrahlten Bereich erreichen. Die Wärmelampe spendet dort, wo sie den Körper anstrahlt, eine intensive Wärme. Diese soll die Durchblutung fördern und entspannend wirken. Auch Schlackestoffe sollen unter der Wärmeeinwirkung besser aus dem Gewebe transportiert werden.

Heiße Rolle

Die heiße Rolle (HR) ist eine physikalische Anwendung aus der Wärmetherapie und verbindet die Vorzüge der lokalen Wärmeapplikation mit einem Massageeffekt. Der Therapeut behandelt mit einer aus Handtüchern geformten Rolle, die mit sehr heißem Wasser durchtränkt ist. Mit kurzen, kräftigen Druckbewegungen wird nun die heiße Rolle an den gewünschten Körperstellen aufgetragen. Dort kommt es zu einer deutlichen Mehrdurchblutung.

Kältetherapie / Eis

Bei der Kryotherapie wird Kälte gezielt zur lokalen Therapie eingesetzt,denn Kälte entzieht dem Körper Wärme. Bei einer niederen Körpertemperatur laufen Entzündungsprozesse verlangsamt ab, da die sogenannten Entzündungmediatoren inaktiver werden.
Je nachdem, wie lange ein Kältereiz auf Haut und Muskulatur einwirkt, ist die Wirkung unterschiedlich. Bei kurzzeitiger Kälte (bis 5 Minuten) wirkt die Kälte schmerzlindernd, bei längerer Kühlung (10 bis 12 Minuten) wirkt Kälte sogar entzündungshemmend.
Die Kälte verringert die Schmerzempfindlichkeit und verlangsamt die Nervenleitgeschwindigkeit für Schmerzreize. Das gilt auch für die Muskulatur. Zudem werden bei längerer Kühlung die Erschlaffungsphasen der Muskeln verlängert und so die Spannung gesenkt, so dass sich Muskelverspannungen und Verkrampfungen lösen. Kurze Kälteimpulse dagegen steigern die Muskelaktivität.
In den Blut- und Lymphgefäßen wird die Durchblutung von der Kälte vermindert, da sich die Gefäße verengen und weniger Blut zirkulieren lassen. In den Venen erhöht sich dagegen der Blutfluss. Dadurch kommt es zu einer Förderung des Abflusses von Ödemen (Schwellungen). Außerdem wird der Stoffwechsel im gekühlten Gewebe herabgesetzt.

Schlingentisch / Extension

Der Begriff „Extension“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie „Auseinanderziehen“. Die Extensionsbehandlung ist eigentlich ein Sammelbegriff für verschiedene Methoden, bei denen die Muskeln und Gelenke der Patienten mit Kraft auseinandergezogen, gestreckt und gedehnt werden.
Bei der Extensionsbehandlung sollen Muskeln und Gelenke intensiv auseinandergezogen und gedehnt werden. Das Ziel ist eine Verbesserung der Beweglichkeit oder das Beseitigen chronischer Schmerzen, kann aber auch eine Mobilisierung nach Krankheiten oder Operationen sein. Die Extensionsbehandlung wird von den Krankenkassen bezahlt. Eine Behandlung dauert etwa zehn bis zwanzig Minuten. Meistens wird eine ganze Reihe von Behandlungen vom Arzt verschrieben.
Extensionsbehandlung mit dem Schlingentisch
Der sogenannte Schlingentisch kommt in der Extensionsbehandlung häufig zum Einsatz. Der Schlingentisch ist meistens an der Decke befestigt. An ihm hängen Schlingen, in die der Patient gelegt wird. Sie liegen um den Ober- und Unterkörper und um die Schulter. Der Patient wird an den Schlingen gewissermaßen aufgehängt und dadurch von seinem eigenen Körpergewicht entlastet. Wirbel und Gelenke können während der Behandlung gestreckt werden. Der Schlingentisch kann von der Höhe her individuell an den Patienten angepasst werden. Vorsicht ist jedoch bei Bandscheibenschäden geboten – hier kann das Auseinanderziehen zu intensiv sein.
Eine Extensionsbehandlung verspricht Hilfe bei chronischen Muskelverspannungen, Rückenschmerzen, Schulterschmerzen und Nackenschmerzen, Arthrose, Gelenkverschleiß, Bandscheibenvorfällen und nach Hüftgelenks-Operationen. Die Therapie soll individuell an den Patienten angepasst werden.
Patienten mit akutem Bandscheibenvorfall oder Hexenschuss sollten sich nicht einer Extensionsbehandlung unterziehen. In diesen Fällen sollte die Extensionsbehandlung mehr schaden als nützen können. Speziell Patienten mit Bandscheibenproblemen sollten vor einer Extensionsbehandlung einen Arzt befragen und gegebenenfalls auf die sanfte Extensionsliege als Mittel der Behandlung zurückgreifen.

Elektrotherapie

Bei der Elektrotherapie wird elektrischer Strom zur therapeutischen Anwendung benutzt. Dabei werden elektrische Ströme zusätzlich zur Physiotherapie als unterstützende Therapie eingesetzt.
Während der Anwendung werden mithilfe von Elektroden Gleich- oder Wechselströme durch den Körper oder bestimmte Die Anwendung wird häufig bei akuten und chronischen Schmerzzuständen oder chronischen Entzündungsprozessen (Arthritis) eingesetzt.
Die Effekte der Elektrotherapie sind:

  • Schmerzlinderung
  • Verringerung von Sensibilitätsstörungen
  • Verbesserung von Durchblutung und Lymphabfluss
  • Stoffwechsel wird angeregt
  • Kontrakturbehandlung von Sehnen und Muskeln

Ultraschall

Eine Ultraschalltherapie ist ein alternatives Therapieverfahren, das schmerzhafte Beschwerden des Bewegungsapparats wie Gelenk- oder Wirbelsäulenerkrankungen lindern kann. Beim Ultraschall handelt es sich um sehr schnell aufeinanderfolgende (hochfrequente) Schallwellen, die für das menschliche Ohr nicht hörbar sind.
Bei der Ultraschalltherapie hingegen werden die Schallwellen hauptsächlich genutzt, um entzündliche Erkrankungen und schmerzhafte Veränderungen an Muskeln, Sehnen, Nerven und Gelenken zu lindern sowie hartnäckige Muskelverspannungen aufzulockern.
Aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften durchdringen Ultraschallwellen Haut, Unterhautbindegewebe, Fettschichten und Muskulatur, ohne viel Energie zu verlieren. Knochen reflektieren die Schallwellen stärker, an Knochengrenzen entsteht dabei Wärme, die man zu therapeutischen Zwecken nutzt. Somit ist die Ultraschalltherapie letztendlich eine Wärmetherapie (Thermotherapie).

CMD-Kiefergelenksbehandlung

Kopfschmerzen, Verspannungen in Hals- und Nackenmuskulatur, Tinnitus und Schwindelgefühle – die Ursache für viele gesundheitliche Probleme kann ein gestörtes Kausystem sein.
Im Idealfall besteht ein ausgewogenes Zusammenspiel zwischen der Kaumuskulatur sowie den Zähnen und Kiefergelenken. Ist dieses Zusammenwirken jedoch gestört, kommt es oft zu Schmerzen und Symptomen am ganzen Körper. In der Fachsprache spricht man hier von einer Cranio-Mandibulären Dysfunktion, kurz CMD. Für die Dysfunktion gibt es viele auslösende Faktoren, oft ist es der tagtägliche Stress.
Die physiotherapeutische Behandlung von Kiefergelenksproblemen umfasst mehrere aufeinander abgestimmte Methoden, darunter Techniken zur Gelenkmobilisation, Muskelentspannung, Dehnung und Hilfe zur Selbsthilfe. Da eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) unterschiedlichste Ursachen haben kann, erfolgt die Therapie immer fachübergreifend und in enger Zusammenarbeit mit Zahnärzten, Orthopäden, Kieferorthopäden, Schmerztherapeuten und speziell ausgebildeten Physiotherapeuten.
Bei uns gehört die Behandlung von Kiefergelenksproblemen seit Jahren zum Leistungsangebot. Vielen Patienten konnten wir erfolgreich helfen, und sie von den lästigen Begleiterscheinungen des Krankheitsbildes "Craniomandibuläre Dysfunktion" befreien.

Hausbesuche

Im Rahmen physiotherapeutischer Behandlungen gibt es immer wieder Situationen, in denen Hausbesuche und damit die Versorgung in der häuslichen Umgebung sinnvoll oder notwendig werden. Manche Patienten sind aus Krankheits- und/oder Altersgründen nicht in der Lage, eine Physiotherapiepraxis aufzusuchen. Viele Therapien lassen sich aber auch problemlos im privaten Umfeld durchführen.
Wir kommen daher im Bedarfsfall auch gerne zu Ihnen und helfen Ihnen auf dem Weg zurück zu Mobilität und Beweglichkeit.

physioHEILPRAKTIK

Heilpraktiker (Anamnese)

Zuhören – die Anamnese
Im „Kommunikationszeitalter“ ist das intensive persönliche Gespräch schon fast eine Kostbarkeit geworden. Ausführliches Erzählen und genaues Zuhören sind der Ausgangspunkt unseres gemeinsamen Weges.
Während dieser Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte) werden Sie als Patient in Ihrer Ganzheit betrachtet und nicht nur Ihr zur Zeit bestehendes Symptom.
Hilfreich ist es, wenn Sie bereits zu diesem Termin Ihre medizinischen Unterlagen mitbringen, damit ich mir ein möglichst vollständiges Bild von Ihren Beschwerden machen und unnötige Untersuchungen vermeiden kann. Ich erkundige mich nach Ihrer Gesundheitsgeschichte, nach Vererbungen, Ihrem sozialen Umfeld, Ihrem Beruf, Vorlieben und Abneigungen.
Je mehr Informationen ich dabei erhalte, umso besser kann ich die naturheilkundliche Behandlung auf Sie abstimmen.

Osteopathie

Osteopathie, die sanfte Hilfe
Der Begriff Osteopathie (von altgr. ὀστέον, ostéon, „Knochen“ und πάθος, páthos, beschreibt im Bereich der Alternativmedizin verschiedene Krankheits- und Behandlungskonzepte.
Nach ausführlicher Anamnese (Befragung) erfolgen Diagnostik und Therapie ausschließlich mit den Händen.
Der Therapeut kann bei der Untersuchung das menschliche Gewebe Schicht für Schicht erspüren (palpieren). So spürt er Bewegungseinschränkungen und Spannungen auf. Das Palpieren ist die Grundlage der osteopathischen Diagnostik und Behandlung. Dabei ist Voraussetzung, dass der Osteopath/die Osteopathin möglichst wertfrei und ohne Intention den Patienten in seinem Sein und seinem Körper, das Gewebe wahrnimmt.
So ist es nicht nur möglich, die Beschaffenheit, die Temperatur, die Spannung, die Beweglichkeit der Haut zu erkennen, sondern auch das darunter liegende Gewebe, die Muskeln, Bänder, Faszien, Knochen und inneren Organen zu erkunden und sich dabei vom Ausdruck des Gesamten leiten zu lassen.
Osteopathie beschränkt sich nicht auf die Behandlung einzelner Symptome, sondern sieht immer den Menschen als Ganzes und sucht dabei in der Krankheit die Gesundheit zu finden und zu fördern.
Wann hilft die Osteopathie?
Gerade chronische Schmerzen – ganz gleich wo – sind ein wichtiges Einsatzgebiet für die Osteopathie. Doch gibt es noch viele Gründe mehr, um einen Osteopathen aufzusuchen: Bewegungseinschränkungen
Bandscheibenprobleme
Ischiasschmerzen
Schmerzen in den Gelenken, auch wenn diese bisherigen Therapien gegenüber resistent schienen
Fehlhaltungen und Verspannungen nach Unfällen, Operationen, Stürzen
Begleittherapie zur kieferorthopädischen Behandlung
Chronische oder immer wiederkehrende Magen-, Darm- und Unterleibsbeschwerden. Dazu gehören Reflux, Reizdarm, Reizblase und Inkontinenz.
Migräne
Schwindel und Tinnitus
Chronische Prostatabeschwerden
Chronische Atemwegsbeschwerden wie Bronchitis oder Reizhusten
Lernstörungen
Manche Herzbeschwerden
Die Cranio-Sacral-Therapie
ist eine Weiterentwicklung der Osteopathie.
Bei der Cranio-Sacral-Therapie arbeiten die Therapeuten hauptsächlich mit Handgriffen im Bereich des Schädels und des Kreuzbeins.
Der Begriff „Cranio-Sacral-Therapy“ kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt etwa „Schädel-Kreuzbein-Therapie“. Die Cranio-Sacral-Therapie wurde vom amerikanischen Osteopathen und Arzt William Garner Sutherland als sogenannte „Osteopathy in the Cranial Field“ begründet.
Sinn und Zweck der Cranio-Sacral-Therapie ist es, das Pulsieren der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit zu stärken und zu harmonisieren.

Atlastherapie

Atlas heißt in der griechischen Sage der Titan, der das Himmelsgewölbe trägt, - im medizinischen Sprachgebrauch wird der erste Halswirbelkörper Atlas genannt: er trägt den Kopf und hat nach oben Gelenkkontakt mit der Schädelbasis, nach unten mit dem Axis, dem zweiten Halswirbelkörper. Mit diesen Nachbarn ist er durch Kapseln, Bänder und ein ganz spezielles, sehr wichtiges Muskelsystem verbunden.
Bei der Atlastherapie wird der Atlas selbst allerdings gar nicht behandelt: Vielmehr ist er der Hebel, mit dem Einfluss genommen wird auf die Kapseln und besonders auf jenes spezielle Muskelsystem, das Hinterhaupt, Atlas und 2. Halswirbelkörper (Axis) miteinander verbindet, und das von außen nicht unmittelbar erreicht werden kann.
In diesen Muskeln sind sog. Fühler angesiedelt, auch Rezeptoren oder Sensoren genannt, welche u. a. die Stellung des Körpers im Raum und den Spannungszustand des Muskel- und Sehnensystems registrieren. Diese Rezeptoren korrespondieren mit dem Gleichgewichtsorgan im Innenohr und haben direkte Verbindung zu bestimmten Hirnzentren, in denen die Raumorientierung geplant wird mit Einfluss auf die Grob – und Feinmotorik, somit auch die Steuerung der Muskeln für Haltung und Bewegung. Ebenso haben sie direkten Kontakt zu Hirnzonen, in denen Schmerzsignale aus dem Bewegungssystem verarbeitet werden.
Das Prinzip: Über den Seitenfortsatz des Atlas übt der Therapeut mit seiner Mittelfingerkuppe einen blitzschnellen Impuls auf die mit Wahrnehmungssensoren besetzten Strukturen des Kopf-Halsüberganges aus, und zwar in einer speziellen Richtung und mit genau dosierter Kraft. Dadurch kommt es zu einem ultrakurzen Dehnreiz auf diese Nackenrezeptoren, wodurch sofort ein anderes Wahrnehmungsmuster oder "Informations-Bild" entstehen kann.
Dieser atlastherapeutische Impuls ist keineswegs beliebig. Vielmehr müssen Impulsrichtung und –stärke sowie Impulshäufigkeit für jeden Patienten individuell ermittelt werden. Hierin liegt eine der besonderen Schwierigkeiten des so simpel anmutenden Verfahrens! Zudem muss die Wirkung des therapeutischen Eingriffes mittels eines indikationsabhängigen komplexen Untersuchungsrasters vor und nach jedem Impuls geprüft und kontrolliert werden.
Was unterscheidet die Atlastherapie von der herkömmlichen Chirotherapie?
Sehr viel! So ist die Atlastherapie keine Manipulation im Sinne des chirotherapeutischen Handgriffes. Es wird nicht geknackt, schon gar nicht irgendwas "eingerenkt" oder reponiert.
Vor allem aber: Im Gegensatz zur Chirotherapie und besonders zur Chiropraktik gibt es bei der Atlastherapie keine behandlungstypischen Risiken, da die technische Durchführung des Impulses streng aus der Neutralstellung erfolgt, das heißt: Ohne Zug, ohne Drehung des Kopfes und ohne Rück- oder Vorneige der Halswirbelsäule.
Eine Verletzung der Halswirbelsäulen-Arterie, wie sie bei chiropraktischen Behandlungen vorkam, ist bei kunstgerechter Durchführung der Atlastherapie nicht vorstellbar und wurde auch noch nie beschrieben.

Manuelle Reflextherapie

Die Manuelle Reflexzonenmassage ist eine Behandlungsform, die in ihrer therapeutischen Ausprägung zu den alternativmedizinischen Behandlungsverfahren gezählt wird. Sie wird vorwiegend an Fuß, Hand, Ohr oder Rücken ausgeführt.

Der Fußreflexzonenmassage

wird nachgesagt, dass sie eine aus China, Ägypten und Indien stammende Kunst ist, wobei Zonen an den Fußsohlen mit den verschiedenen Organen und Körperteilen korrespondieren. Der Innenrist des Fußes steht so zum Beispiel in direktem Kontakt mit dem Rücken und der Wirbelsäule. Augen, Ohren und Nasennebenhöhlen sind an den Ballen der Zehen repräsentiert.
Bei der Fußreflexzonenmassage handelt es sich um eine Druckbehandlung, bei der Druck auf ganz gezielte Bereiche des Fußes ausgeübt wird. Gelegentlich wird sie abgewandelt auch an der Hand angewendet. Durch den Druck werden Akupressur-Punkte bedient. Die bei der Reflexzonenmassage gemeinten Reflexzonen im Körper sollen alle Organe und Muskelgruppen auf der Hautoberfläche und im Haut-Unterhautbereich „spiegeln“.
Praktiker der Fußreflexzonenmassage sind davon überzeugt, dass durch die gezielte Stimulation die Gesundheit des Körpers nachhaltig gefördert oder wiederhergestellt werden kann.
Die Reflexzonenmassage kann kein Allheilmittel sein. Unter Umständen kann sie auch wirkungslos bleiben, nämlich dann, wenn ernsthafte gesundheitliche Probleme vorliegen. Jedoch kann sie Symptome reduzieren. Durch die Stimulierung von Blutzirkulation und Lymphdrainage kann sie bei der Heilung bestimmter Erkrankungen unterstützend wirken. Darüber hinaus stimuliert sie die Nervenwege und die Muskelentspannung.

Manuelle Segmenttherapie

Dies ist eine Reflexzonentherapie, die auf der Tatsache beruht, dass der Mensch entwicklungsgeschichtlich segmental angelegt ist, in so genannte Headsche Zonen, so dass reflektorische Beziehungen zwischen Hautsegmenten und entfernten Organen bestehen, ausgehend von Nervenbahnen (Spinalnerven), welche dem Rückenmark aus Segmenten der Brust und Lendenregion entspringen.
Der Nervenarzt Sir Henry Head, der die Beziehung zwischen Hautzonen und den inneren Organen erforschte, wies nach, dass chronische Krankheitsherde, Narben und andere Störfelder reflektorisch Störungen in entfernten Körpergebieten verursachen können.
So können Schmerzen von kranken Organen über Segmentnerven in die zugehörigen Hautsegmente ausstrahlen, wie zB: bei Herzbeschwerden, bei welchen es unter anderem zu Schmerzen im linken Arm kommen kann.
Wird die Haut behandelt, werden über den Reflexbogen in diesem Segment auch Muskeln, Gefäße, Nerven, Organe und Knochenanteile mitbehandelt

Triggerpunkttherapie

Der Begriff "Trigger" stammt aus dem Englischen: „to trigger“ bedeutet „auslösen“. In der Physiotherapie bezeichnen wir damit dauerhaft verkürzte Muskelfasern, die als schmerzhafte Punkte im Muskel spürbar sind. Hier finden sich Ansammlungen von Schlackstoffen – die Trigger werden nur noch minimal durchblutet und erzeugen erhebliche Schmerzen. Auch das Ertasten eines solchen Triggerpunktes löst zum Teil heftige Schmerzen aus. Mehrere Trigger im gleichen Muskel führen zu einer kompletten Verspannung. Je mehr Trigger-Knötchen sich bilden – durch Fehlhaltung, unergonomische Bewegungen oder auch reflexartige Schmerzvermeidungshaltungen des Körpers, umso stärker wird die Dehnbarkeit und Bewegungsfähigkeit des Muskels eingeschränkt. Um dennoch Bewegungen ausführen zu können, weicht der Körper auf andere Muskelgruppen aus, die damit dauerhaft (fehl-)belastet werden. So kommt es nicht selten zu Fehlhaltungen und unergonomischen Bewegungsabläufen, die auf Dauer zu Knorpelverschleiß, Gelenkreizungen, Entzündungen (Arthrose) und Bandscheibenproblemen führen können. Ein anderes Anzeichen für Trigger können kalte Hände und Füße oder ein Kribbeln in den Gliedmaßen sein.
Unsere speziell für die Triggertherapie ausgebildeten Therapeuten können die Ursachen für Ihre Schmerzen mit den Händen ertasten und die Triggerpunkte lokalisieren. Mit speziellen Handgriffen und Massagemethoden lösen wir dann die gefundenen Trigger auf. So wird die Blutzirkulation wiederhergestellt und der Muskel mit genügend Sauerstoff versorgt. Oft ist alleine schon die unzureichende Sauerstoffversorgung in den Triggerpunkten die Ursache für den Schmerz.
Eine Ausnahme bilden Stellen, deren Schmerzbahnen durch zu lange Sensibilisierung geschädigt wurden. Hier etabliert sich manchmal ein Schmerz-„Gedächtnis“, das auch dann noch Schmerzempfindungen auslöst, wenn schon keine schädigenden Reize mehr wirken.

Akupressur

Die Akupressur soll etwa 3.000 vor Christus als Behandlungsmethode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) vermutlich als Vorläufer der Akupunktur entstanden sein. Die Lebensenergie („Chi") soll nach der Vorstellung der TCM auf den Meridianen den Körper durchströmen. Bestimmte Organe sollen mit bestimmten Meridianen in Verbindung stehen. Eine Störung des Chi-Flusses soll laut TCM die Ursache für Krankheiten sein. Durch die Akupressur, also den Druck auf bestimmte Körperpunkte, soll das Chi wieder zum Fließen gebracht werden können und die Ursache der Krankheit behoben werden.

Dorn Breuss Massage

Der Allgäuer Landwirt und Betreiber eines Sägewerks, Dieter Dorn, der Namensgeber und Erfinder der Dorn-Methode, hat die nach ihm benannte Technik der Schmerzlinderung etwa im Jahr 1975 entwickelt. Sie erinnert wegen der angewendeten Handgriffe ein wenig an die Chiropraktik, ist aber in der Ausführung grundsätzlich verschieden. Die Dorn-Methode bezieht neben Elementen der sogenannten Meridianlehre auch solche der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ein.
Physiotherapeuten, die mit der Dorn-Methode arbeiten, sind aufgefordert, bei einer Verstärkung der Schmerzen des Patienten mit der Behandlung aufzuhören. Völlig schmerzfrei ist die Dorn-Therapie aber nicht.
Der Therapeut untersucht bei einer Behandlung nach der Dorn-Methode immer zuerst, ob beide Beine des Patienten gleich lang sind. Das ist bei den meisten Menschen nicht der Fall. Als erster Behandlungsschritt werden gegebenenfalls unterschiedliche Beinlängen festgestellt und ihre Auswirkungen korrigiert und behoben. Daraufhin wird der Patient von den Fußgelenken an nach oben bis zum obersten Halswirbel, dem Atlas, untersucht. Oft treten im Bereich des Beckens durch die unterschiedlich langen Beine und die damit verbundene Schiefstellung der Wirbelsäule Verschiebungen auf. Diese behandelt der Therapeut mit der Dorn-Methode gleich mit. So sollen die Schmerzen beispielsweise des Hexenschusses behoben werden und die Ursachen, die dazu geführt haben, ebenfalls.
Die Physiotherapeuten, die nach der Dorn-Methode arbeiten, fahren mit dem Daumen die Wirbelsäule des Patienten entlang. Dabei sollen sie auch kleinste Abweichungen von der Idealstellung ertasten. Verkantete oder schiefstehende Wirbel werden per Daumendruck zusammengeschoben und gegebenenfalls wieder in die richtige Position gerückt.

Schröpfen / Schröpfmassage

Schröpfen ist eine uralte Reiztherapie und zählt zu den ausleitenden Therapieverfahren. Sie gehört zu den wohl ältesten Behandlungsmethoden mit Apparaten überhaupt. Es finden sich Darstellungen von Schröpfszenen bereits im griechischen und ägyptischen Altertum. Auch im alten China war diese Methode bekannt.
Das Schröpfen, wie auch andere ausleitende Verfahren, beruht auf der humorallehre des Altertums. Hippokrates war sicherlich der bekannteste Praktiker dieser Lehre.
Die Vorstellung, die dahinter steckt ist, dass Krankheiten durch ein Ungleichgewicht an Körpersäften entstehen. Die schlechten Körpersäfte sollen mit dem Schröpfvorgang aus dem Gewebe ausgeleitet werden. Durch den Schröpfvorgang werden Reflexzonen der inneren Organe und der Wirbelsäule angesprochen. Diese Vorgänge sind auch der Schulmedizin bekannt.
Schröpfen kann bei einer Vielzahl sehr unterschiedlicher Krankheitsbilder eingesetzt werden: Sowohl bei lokalen pathologischen Vorgängen z.B. innerhalb von Muskelfaszien, über Gelenken, als auch reflektorisch die physiotherapeutische Behandlung stärken

Trockenes Schröpfen:

Fixes Aufsetzen von evakuierten Schröpfköpfen auf ein intaktes Hautareal vornehmlich am Rücken; je nach Behandlungsidee auch auf rumpfferne Gebiete

Schröpfkopfmassage (Saugglockenmassage)

Manuelle Technik, bei der trocken aufgesetzte Schröpfköpfe über die vorher eingeölte Haut gezogen werden. Hierbei wird ein evakuierter Schröpfkopf auf die vorher eingeölte Haut aufgesetzt und dann über die zu behandelnde Fläche verschoben. Diese Art der Massage hat eine wesentlich höhere durchblutungsfördernde Wirkung als die herkömmliche klassische Massagetherapie. Es kann auf dem therapierten Körperabschnitt zu einem unterschiedlich stark ausgeprägten Extravasat kommen.

Präventionsbehandlung

Damit der Bandscheibenvorfall nicht noch mal passiert, die Knie beweglich bleiben und die Hüfte erst gar nicht anfängt zu ziepen, gönnen Sie sich von Zeit zur Zeit eine Präventionsbehandlung!
Mit dem erfahrenen Blick des Physiotherapeuten schauen wir uns Ihren Körper, Ihre Sitz-, Geh- und Stehhaltung an und helfen Ihnen, frühzeitig gegenzusteuern.

Kinesiologisches Taping

K-Taping unterstützt nahezu das gesamte physiotherapeutische Behandlungsspektrum und bietet Ärzten und Therapeuten eine Vielzahl neuer Behandlungsmöglichkeiten. Rückenprobleme, Muskelverspannungen, Gelenkinstabilitäten oder Bandscheibenprobleme können ebenso behandelt werden wie Migräne und Tinnitus, Regelschmerzen, Miktionsstörungen und in der Lymphtherapie. K-Taping schränkt den Patienten in seiner Bewegung nicht ein und erhält die volle Mobilität durch die elastischen Tapes.
Die Bedeutung der unterschiedlichen Farben wird aus der Farblehre in der Farbtherapie abgeleitet: Demnach wirkt rot zum Beispiel wärmend, oder blau kühlend. Technisch gesehen sind alle Farben identisch, d.h. gleiche Stärke, Länge, Dicke usw.
Die K-Taping Therapie nutzt im Wesentlichen zwei Effekte: Zum einen die Stimulation der Hautrezeptoren und damit verbunden eine Schmerzdämpfung und Tiefensensibilität (Propiozeption). Hierdurch kann gezielt Einfluss auf das komplexe Zusammenspiel von Muskeltonus, Gelenken, Bändern und Nerven genommen werden. Zum anderen werden über das elastische K-Tape und die speziellen Anlagetechniken die Haut und das Gewebe angehoben. Dadurch entsteht mehr Raum im geschädigten Gewebe. Lymphflüssigkeiten können besser abfließen, die Blutzirkulation wird verbessert und die Schmerzrezeptoren entlastet. Schon allein eine verbesserte Blutzirkulation regt Heilungsprozesse an. Kommen noch die Effekte des Lymphabflusses und die Stimulation der Rezeptoren hinzu, entsteht das außergewöhnlich breite Anwendungsspektrum der K-Taping Therapie.
Klassisches Tape Das klassische Tape dient in den meisten Fällen zur Ruhigstellung oder zum Schutz vor Belastungen und wird um Gelenke und Strukturen gewickelt.

Entspannungsbehandlungen

Gerade in der heutigen Zeit, in der Arbeit und Stress den Alltag regieren, vernachlässigen wir unsere Gesundheit und unser seelisches Wohlbefinden. Gönnen Sie sich, Ihren Bekannten, Verwandten oder Freunden etwas ganz Besonderes und bringen Sie durch Entspannung und Wohlfühlen Körper, Geist und Seele wieder in Einklang.
Unsere Wellness- Angebote eignen sich ideal als Geschenk, für besondere Anlässe, Festlichkeiten oder einfach als Überraschung zwischendurch. Sie können sich auch Ihren individuellen Wellness- Geschenkgutschein aus unserem aktuellen Programmangebot zusammenstellen.
Bei Fragen zu Anwendungen, Behandlungen und Preisen schauen Sie doch einfach bei uns vorbei oder rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne.

Wellnessmassage

Eine Wellnessmassage nach einem anstrengenden Arbeitstag, zur Unterstützung des Wohlbefindens oder zur Vermeidung von körperlichen Beschwerden ist eine hervorragende Möglichkeit, ein Stück Entspannung zu genießen. Je nach Befinden können der Nacken, der Schultergürtel, der gesamte Rücken aber auch die Lendenwirbelsäule mit entspannenden Griffen massiert und verwöhnt werden.
Entscheiden Sie sich für eine Massage, genießen Sie die wohlige Wirkung. Bei allen Massagen erhalten Sie von uns alles was nötig ist: Therapielaken, Massagetuch und hochwertige Öle.

Aromaölmassage

Bereits die alten Ägypter wussten um die Heilkraft der Kräuter. Damals entwickelte sich die heilsame Wirkung meist durch Räucherwerk und fand in vielen Bereichen Anwendung. So blieb die Nutzung der Kräuter in den Anfängen vor allem den Priestern vorbehalten, welche die Kräuter für rituelle Zwecke einsetzten.
Auch die traditionelle chinesische Medizin vertraute auf die Kraft der Kräuter. Die Pflanzenheilkunde nahm den gleichen Stellenwert ein wie die Akupunktur. Und bereits damals entstand die erste Verbindung aus Aromen und Massagen – die Aroma-Meridianmassage oder Aromamassage, welche den Körper harmonisierte und den Energiefluss löste.
In Europa hingegen war das Wissen um die Wirkung von Kräutern und Heilpflanzen zunächst den Klöstern vorbehalten. Im späten Mittelalter entwickelte sich dieses „geheime Wissen" dann vor allem in Apotheken weiter.
Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand die Aromamassage. René Maurice Gattefossé entdeckte, dass Verbrennungen, welche er sich bei einem Unfall zugezogen hatte, durch die Behandlung mit Lavendelöl schnell und ohne Narben abheilten. Weitere Forschungen führten schließlich dazu, dass er 1936 und 1937 seine ersten Bücher über die Aromamassage veröffentlichte.
Bei der Aromamassage werden die ätherischen Öle auf unterschiedliche Art aufgenommen. Bei allen Methoden steht im Vordergrund, dass die Dämpfe den Geruchssinn ansprechen. Die Aromamassage macht sich dabei den empfindlichen menschlichen Geruchssinn zu nutze. Außerdem verbinden Menschen mit unterschiedlichen Düften unterschiedliche Gefühle und Empfindungen. Am bekanntesten sind wohl Duftlampen oder ein Kräuteraufguss in der Sauna.
Die Aromamassage ist eine ganz besondere Form der Massage. Der Körper nimmt über die Haut die Wirkstoffe der ätherischen Öle auf. Die ätherischen Öle unterstützen durch ihre ganz besonderen Eigenschaften die entspannende Wirkung.

Eine Aromamassage ist ein Erlebnis für Körper und Geist. Selbst die Luft und die ganze Atmosphäre während der Aromamassage sind von den ätherischen Ölen durchwachsen. Eukalyptus, Lavendel, Bergamotte, Lemongras oder Rosenholz sind nur wenige der eingesetzten Düfte. Die Massage selbst und die eingesetzten Öle richten sich ganz nach dem gewünschten Ergebnis:

Eucalyptus:
Duftnote: strahlend, kühl, frisch
Wirkung: erfrischend, belebend, anregend, wohltuend für die Atemwege
Lavendel:
Duftnote: mild, frisch, blumig, leicht
Wirkung: beruhigend bei körperlichem Stress, aufbauend, erfrischend
Bergamotte
Duftnote: Süß-fruchtig, leicht würziger
Wirkung: beruhigend, stressreduzierend, krampflösend
Lemongras:
Duftnote: erfrischend, grasig, Zitrusduft
Wirkung: antidepressiv, nervenstärkend, erfrischend
Rosenholz:
Duftnote: holzig, blumig, leichter Rosenduft
Wirkung: phantasierend, lockernd, harmonisierend